Mein persönlicher Weg
Warum handeln Menschen so, wie sie handeln, auch wenn sie es eigentlich besser wissen? Diese Frage hat meinen gesamten beruflichen Weg geprägt. Und sie ist bis heute ein Kernbereich meiner Arbeit.
Nach meinem Bachelorstudium arbeitete ich zunächst im Gesundheitsschutz. In Workshops zur Psychologie sicherheitsrelevanten Verhaltens beschäftigte ich mich damit, warum Menschen trotz Wissen, Regeln und guter Absichten anders handeln, als sie es eigentlich wollen. Im Mittelpunkt standen Routinen, Wahrnehmungsverzerrungen und unbewusste Entscheidungsprozesse.
Diese Fragen ließen mich nicht los. Ich wollte menschliches Verhalten nicht nur beobachten, sondern die psychologischen Prozesse dahinter systematisch verstehen und entschied mich für ein Masterstudium der Psychologie mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie. Meine Masterarbeit führte mich zum Thema der kognitiven Dissonanz. Innere Spannungszustände, widersprüchliche Überzeugungen und wie Menschen mit diesem Widerspruch umgehen. Diese Auseinandersetzung öffnete die Tür zu tieferen Fragen, über Angst, innere Konflikte und emotionale Regulation.
Von der Forschung zur Praxis
Mein Fokus verlagerte sich zunehmend auf die neurobiologischen Grundlagen menschlichen Erlebens. Nach meinem Masterabschluss begann ich eine Promotion im Feld der kognitiven Neurowissenschaften und forschte wissenschaftlich zu den neurokognitiven Mechanismen von Angst und Neugier. Aus dieser Arbeit entstand meine Veröffentlichung im Fachjournal Frontiers in Human Neuroscience.
Parallel dazu entwickelte sich meine Tätigkeit in der Lehre. Heute bin ich als Dozentin für klinische Psychologie tätig, unterrichte unter anderem in der Allgemeinen und Biologischen Psychologie und bin an der Entwicklung psychologischer Lehr- und Studienmaterialien beteiligt. Diese Arbeit hat meinen Blick dafür geschärft, komplexe wissenschaftliche Inhalte präzise und zugleich verständlich zu vermitteln.
Was mich heute antreibt
Irgendwann wurde mir klar, dass all das Wissen aus Forschung und Lehre den Menschen am meisten nützt, die täglich damit umgehen müssen, nämlich im Alltag.
Heute vertiefe ich meine Expertise gezielt in der Psychoneuroimmunologie (PNI) und Psychoneuroendokrinologie (PNE), dem Zusammenspiel von Psyche, Nervensystem, Hormonen und Immunsystem. Ergänzt durch Weiterbildungen in psychologisch wirksamen Gesprächsmethoden, verhaltenstherapeutischen Grundkonzepten und Emotionsregulation sowie begleitet durch Supervision und fachlichen Austausch.
Daraus ist mein konzeptioneller Rahmen mind meets brain entstanden: die Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung nur dann möglich wird, wenn wir Geist und Biologie gemeinsam betrachten. Wissenschaftlich fundiert und zugleich nahbar, mit Blick auf den Menschen dahinter.